Fleischkonsum – gut oder schlecht?

Studien belegen, dass…

… wer zu viel Fleisch isst, ungesund lebt. Sollte man deshalb komplett auf Fleisch verzichten?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist der Ansicht, dass Fleischkonsum generell nicht abgewertet werden sollte. Es kommt schließlich immer auf die Menge an.

Komplett sollte man auf Fleisch nicht verzichten, da Fleisch als Nährstofflieferant eine wichtige Rolle spielt.

Beim Fleischkonsum profitiert man schließlich von einer guten Versorgung mit Nährstoffen wie beispielsweise Eiweiß, Vitamin A, B1 und B12, Eisen und Zink.

Man sollte jedoch bedenken, dass bei einem hohen Fleischkonsum auch unerwünschte Begleitstoffe, unter anderem Cholesterin, gesättigte Fettsäuren oder Purine im Körper aufgenommen werden. Daher empfiehlt die Ernährungs-Gesellschaft, den Verzehr von Fleisch- und Wurstwaren auf 300 bis 600 Gramm pro Woche zu begrenzen.

Weiterhin sind ein fleischfreier Tag oder ein bis zwei vegetarische Mahlzeiten pro Woche durchaus sinnvoll.

Im folgenden Kapitel ‘‘Merke! Fleischkonsum‘‘ werden die Pro und Kontra Argumente bezüglich Fleischkonsum genauer erläutert.

fleisch1

Merke! Fleischkonsum

Sollten wir Fleisch essen?

=> Jeweils 5 Gründe Pro und Kontra

 

  1. Pro Argumente
  • Hohe Nährstoffdichte

Dadurch, dass Fleisch und insbesondere Innereien eine hohe Mikronährstoffdichte aufweisen, kann man sich bereits durch geringe Mengen eines einfachen Lebensmittels große Mengen lebenswichtiger Vitamine, Mineralstoffe zuführen. Das zu erreichen, ist mit rein pflanzlichen Mitteln viel aufwändiger und zum Teil weniger effizient; zumal es immer noch umstritten ist, ob sich das lebenswichtige Vitamin B12 ohne tierische Quellen gewinnen lässt.

 

  • Umweltschutz

Falls auf eine korrekte Tierhaltung, wie zum Beispiel die Weidehaltung von Rindern, Wert gelegt wird, dann können Flächen besser genutzt und unfruchtbare Böden zur Produktion von Lebensmitteln eingesetzt werden. Durch ein sorgfältiges Weidemanagement kann sogar durch die Rinderhaltung Kohlenstoff gebunden werden. Dies ist von Vorteil für die CO2-Problematik.

 

Effiziente Eiweißversorgung und Aminosäurenprofil

Dadurch, dass Fleisch reich an Eiweiß ist, weist es für den Menschen ein vollständiges Aminosäurenprofil auf. Kaum ein anderes Lebensmittel scheint eine so hohe Dichte essenzieller Aminosäuren zu bieten wie Fleisch. Somit stellt es eine effiziente Nährstoffversorgung dar.

 

  • Fettsäurenzusammensetzung

Konjugierte Linolsäure ist zum Beispiel eine Fettsäure, die praktisch ausschließlich in wiederkäuenden Tieren vorkommt. Konjugierte Linolsäure- oder CLA- soll nach aktuellem Kenntnisstand der Wissenschaft sowohl beim Fettabbau als auch beim Muskelaufbau helfen. Weiterhin gibt es Hinweise darauf, dass sie das Wachstum von Tumoren bremsen soll.

Hinweis: Rinder, die mit Getreide bzw. Kraftfutter gefüttert werden, verlieren jedoch innerhalb von 2 Wochen die konjugierte Linolsäure. Das heisst es muss auf eine reine Weidehaltung Wert gelegt werden.

 

  • Tierrechte

Die Weidehaltung ermöglicht ein artgerechtes Leben des gesamten Ökosystems. Weiterhin kann Tieren dadurch ein artgerechtes und glückliches Leben ermöglicht werden.

 

  1. Kontra Argumente 
  • Tierrechte

Bedauerlicherweise werden Tiere in der industriellen Tierhaltung nicht artgerecht gehalten und sind sogar vielfach Opfer von Misshandlung. Oft müssen sie gedrängt auf engstem Raum in der Dunkelheit leben, werden falsch gefüttert, über lange Strecken transportiert und müssen schon vor dem Schlachtvorgang einen schmerzhaften Tod erleiden.

 

  • Umweltbelastung

Für die industrielle Produktion von Fleisch in Massentierhaltung werden große Mengen Getreide verwendet. Die Verwertung dieser Ressource auf diesem Weg ist jedoch sehr ineffizient. Der Anbau von Getreide und Soja erfolgt im industriellen Rahmen grundsätzlich in Monokulturen. Dadurch müssen andere Ökosysteme zerstört werden. Außerdem entstehen durch die intensive Tierhaltung große Mengen an Kot auf engem Raum, was zur Folge hat, dass Ökosysteme belastet werden.

 

  • Nährstoffmangel durch einseitige Ernährung

Es ist Tatsache, dass je mehr Fleisch man isst, desto weniger Gemüse und Obst in der Ernährung Platz finden. Dadurch fehlen dem Organismus vorteilhafte Wirkungen von Gemüse und Obst auf den Stoffwechsel. Insbesondere sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien entfallen. Dabei sind gerade die Wechselwirkungen verschiedener Lebensmittel wertvoll für den Körper.

 

  • Medikamentenbelastung

Fleisch aus industrieller Tierhaltung, wie beispielsweise Geflügel, ist oftmals mit Antibiotika- und anderen Medikamentenrückständen belastet. Dies kann schwerwiegende Folgen für den Menschen verursachen, da sich Antibiotikaresistenzen verbreiten und sich Toxine im Körper anreichern.

 

  • Subventionierung, Marktverzerrung, Wertschätzung

In Folge dessen, dass die industrielle Produktion von Tierprodukten in verschiedenen Bereichen sehr stark subventioniert ist, findet eine Externalisierung von Kosten statt. Folglich zahlen die Konsumenten den Preis, allerdings nicht an der Supermarktkasse, sondern in Form von Steuergeldern. Die Subventionierung hat zur Folge, dass es zu einer Verzerrung des Marktes und der gesamten Nahrungskette kommt und die Wertschätzung für Lebensmittel sinkt.

 

Nachdem die Pro und Kontra Argumente erläutert worden sind, sollte nun ein Fazit gezogen werden.

Es ist jedem selber überlassen, ob er komplett auf Fleisch verzichten möchte oder den Fleischkonsum in Maße zu konsumieren. Jedoch steht fest, dass eine zu große Menge an Fleisch durchaus schädlich für den Menschen sein kann. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass auf eine Weidehaltung Wert gelegt werden sollte und nicht auf eine massive Tierhaltung. Auf eine artgerechte Tierhaltung zu achten, ist genauso wichtig.

Man sollte lieber weniger, dafür qualitativ hochwertigeres, teureres Fleisch kaufen und essen.

2 Kommentare

  1. Hi,
    nun da gibt es ja unterschiedliche Ansichten würde ich mal sagen.

  2. servus:)
    Nun ich muss sagen, nachdem ich mit der Diagnose Diabetes konfrontiert wurde, habe ich mir felsenfest vorgenommen etwas in meinem Leben zu ändern um wieder fit zu sein.
    Ein Kollege, der sich von einem Heilpraktiker behandeln ließ hat mir einige Tipps gegeben.

    In erster Linie sollte ich vermehrt auf Fleisch und raffinierten Zucker verzichten. Ich muss dazu sagen, dass es mir nicht sonderlich einfach viel darauf zu verzichten. Jedoch kann ich sagen, dass man sich nach ca 2 -3 Wochen mehr oder weniger daran gewöhnt. Bereits nach 4 Wochen ohne Zucker und ganz wenig Fleisch, habe ich enorme Verbesserungen in Bezug auf meine Gesundheit verspürt. Mittlerweile merke ich kaum noch etwas von meiner Diabetes. Mein Wohlbefinden hat sich sehr gesteigert und ich fühle mich insgesamt viel besser als zuvor.

    An alle, die es nicht glauben, einfach mal ausprobieren 😉

    Gruß
    Gerd

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.